Wie eine Entscheidung das Leben verändert!

Ich habe in meinem letzten Beitrag den einen Tag vor meinem Abitur erwähnt,der alles veränderte.

Ich war schwanger! Nach dem Test rechnete ich als erstes nach, ob ich mein Abitur noch abschließen konnte.  Abiturprüfung war im Mai – der Geburtstermin im Juli. Es passte also .

Schwanger mit 19 – ungeplant. Aber gewünscht . Das weiß ich im Nachhinein. Ich wollte Liebe geben und Liebe empfangen . Wahre Liebe , die nicht fordert , sondern gibt . Die nicht verändern will , sondern akzeptiert . Diese Liebe hat mir so sehr gefehlt . Also ungeplant ja , doch ich denke es sollte so sein.

Mein damaliger Partner und ich entschieden also, dass wir das schaffen würden.

Ich würde dann 3 Jahre später studieren gehen und mich so lang um unser Kind kümmern.

Die Schwangerschaft verlief ohne Probleme, ich schaffte ein gutes Abitur . Wir zogen in eine Mietswohnung zunächst und bauten dann in dem Elternhaus meines Partners den Speicher aus . Ich glaubte, ich hätte alles.  Oma und Opa mit im Haus, unser Sohn gesund und konnte behütet aufwachsen. Endlich war mein Traum vom Familienleben wahr geworden. Ich war dankbar.

Seine Familie war nun auch meine und alles schien perfekt .

Doch der Schein trügt allzu oft . Es kriselte bald in unserer Beziehung.  Ich kann heute nicht mehr sagen , was die Auslöser waren. Sicher lag es an uns beiden .

Auf jeden Fall fiel unser Kartenhaus zusammen – zu oft vermisste ich wohl meine Freiheit, fühlte mich in meinem Leben das ich mir so gewünscht hatte, gefangen. Doch eine Entscheidung, die man mit vollem Herzen trifft , zu der steht man und trägt jede Konsequenz.

Ich wollte als Mutter die Fehler meiner Eltern ausmerzen. Ich wollte, dass mein Kind immer spürt, dass es gewünscht und geliebt war und niemals zweifelte an seiner Besonderheit.

Ich wollte, dass mein Sohn stark und selbstbewusst wächst und seine Fähigkeiten früh erkennt und sich traut diese zu leben. Wir hatten ihm die besten Voraussetzungen geschaffen – doch war ich selbst noch viel zu klein . Zu unsicher. Hatte Zweifel. An mir. Und wie konnte ich annehmen, dass diese Zweifel und Ängste verschwinden würden nur weil ich Mutter wurde? Das Kind in mir war ja noch da , verletzt und traurig .

Und das nahm ich mit , in meine nächste Lebensprüfung.  Ich trug mein inneres Kind mit mir ,ängstlich und unsicher, und zog aus nachdem meine Beziehung gescheitert war. Und an der Hand führte ich meinen 2 jährigen Sohn , dem ich alles geben wollte, was ich selbst nicht hatte ….

 

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