Meine Geschichte- Schule prägt

Schön, dass du dich dafür interessierst, wie mein Leben sich weiter entwickelt hat.

Schule prägt- Positiv ( Im Sinne von Regeln und Verpflichtungen einhalten, Pünktlichkeit , Benehmen…. ) aber auch negativ ( Erniedrigung, Druck, Gruppenzwang…) .

Wie du aus dem ersten Beitrag sicherlich noch weißt, kam ich nicht aus wohlhabenden Verhältnissen. Im Gegenteil. Mangel- in jeglicher Hinsicht, war mir früh ein bekanntes Gefühl. Wie ich heute weiß, erzeugen Gefühle von Mangel mehr Mangel- das ständige Zweifeln und Grübeln wie es weiter gehen könnte, brachte immer neue Hürden hervor. Meine vermeintlichen Lösungen und Ausflüchte brachten stets noch mehr Probleme mit sich.

Ich wurde im ab der 5. Klasse in einer Mädchenschule unterrichtet. Und meine Rolle in der Gruppe war schnell klar : Ich konnte nicht mit schicken Klamotten oder anderen materiellen Dingen beeindrucken- schnell war ich ein Außenseiter- zu hässlich, zu asozial, zu wenig angesagt. Als Klassenclown und „Revolutser“  gegen die Lehrer verschaffte ich mir dennoch eine Art “ Anerkennung “ und “ Aufmerksamkeit“. Auf dem Schulhof gehänselt, zu Hause nicht wahrgenommen.

Ich hatte eine wirklich gute Freundin an meiner Seite, sie kannte auch meine Herkunft und die Umstände in denen ich lebte. Doch sie wechselte in der 7. Klasse in die Realschule, während ich mich weiter auf dem Gymnasium behauptete. Der Absturz kam natürlich- er ließ sich nicht vermeiden.

Schule prägt- es prägt und brennt sich ein. Dass nur Leistung in Form von Noten zählt ( und selbst dafür erhielt ich nicht die gesuchte Anerkennung). Es prägt, wenn man beschimpft und mit Müll beworfen wird, weil in einer Welt der Oberflächlichkeiten nur das Äußere zählt. Es prägt, wenn dein innerer Frust als asoziale Aggression verkannt wird- das Gefühl allein zu sein , in diesem großen Universum, die Einsamkeit- sie prägt dich schon in jungen Jahren. Das Gefühl unverstanden zu sein- es prägt, prägt sich in dein Herz. Wenn du mit 10 Jahren erkennst, dass deine Kindheit unwiderruflich zu Ende ist, weil du für andere Menschen Verantwortung übernehmen musst obwohl du nicht einmal weißt, wie man für sich selbst verantwortlich ist, dann prägt das.

Wie kannst du damit umgehen?

Wie ich damit umging und ob es mich dahin brachte wo ich hin wollte, darum geht es im nächsten Beitrag.



			

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